Mittwoch, 14. März 2007

April, April

Es ist Frühling, die Sonne scheint und der erste April lässt nicht mehr lange auf sich warten. Oskar Lafontaine scheint aber nicht länger warten zu wollen und legt schon zwei Wochen früher los mit seinen Aprilscherzen und bezichtigt die USA und Großbritannien des Terrors.

„Ich verurteile jeden Terror: ob er von der früheren RAF ausgeübt wurde oder heute von Bush und Blair im Irak“ darf man von dem Mann lesen, der noch letztes Jahr eine Reise zu Mahmud Ahmadinedschad plante und auch ansonsten nicht unbedingt Berührungsängste zu anderen Terrorvereinigungen wie Hamas oder Fatah besitzt.

Offensichtlich scheint man in den USA den sehr speziellen „Humor“ eines Vorsitzenden der SED-Nachfolgepartei nicht wirklich deuten zu können, vielleicht aber gibt es in den USA mittlerweile gleichfalls genügend Spaßvögel, die die öffentliche Meinung hinsichtlich der Irak-Intervention ad absurdum geführt und in eine Farce verwandelt haben.

Zumindest lässt es sich anders nicht erklären, warum das Pentagon nun Pläne ausarbeitet, worin die „US-Kampftruppen im Irak durch amerikanische Militärberater“ ersetzt werden sollen. Es besteht kein Zweifel, dass die Ausbildung der Iraker weiterhin eine hohe Priorität besitzt, um die jungen Demokratie des Golfstaates zu stärken. Doch mittelfristig ist die Anwesenheit von ausländischen Streitkräften unerlässlich.

Zumindest nicht dann, wenn man es einem tatsächlichen Terroristen nicht überlassen will, was er bereits im März, Februar und auch in den Monaten zuvor vor plante: zu machen was er will.

Donnerstag, 1. März 2007

Das böse Management

Das Airbus-Sanierungsprogramm "Power 8" ist da. Und weil das so ist, werden in kürze 10 000 Arbeiter nicht mehr da sein. Nicht wirklich erfreulich, sicher, aber letztendlich wohl unvermeidlich - zumindest wenn man die restlichen Jobs erhalten will. Wer schuld ist? Das böse Management natürlich. Die Gewerkschaften stehen bereits bereit, um Barrikaden zu errichten und den Ausnahmezustand zu proben. Aus der FTD erfährt man:
Die Arbeit in den drei deutschen Standorten solle vermutlich erst am Freitag wieder aufgenommen werden, teilte die Gewerkschaft IG Metall mit. "Sie haben die Schnauze voll", sagte ein Gewerkschaftssprecher.
Und voll haben die meisten immer wieder Schnauze von "Managementfehlern", wie man allerorts lesen kann. Doch allzu gerne wird vergessen, dass es da auch noch den ein oder anderen gibt, der zwar nicht direkt dem Airbus-Management zugerechnet werden kann, der es sich aber dennoch nicht verkneifen mag, quasi als "Nebenjob" noch einen Flugzeughersteller zu leiten. Namentlich wären da bspw. Herr Wulff oder Monsieur de Villepin
.

Ob die Führungsriege bei Airbus zu jedem Zeitpunkt aus der Créme de la Créme der Branche zusammengesetzt war möchte ich mal dahinstellen. Aber dass es für einen Großkonzern wie Airbus sehr schwierig, um nicht zu sagen unmöglich ist, angesichts transnationaler Fehden, marktgerecht zu agieren, das glaube ich, steht auch außer frage.