Donnerstag, 1. März 2007

Das böse Management

Das Airbus-Sanierungsprogramm "Power 8" ist da. Und weil das so ist, werden in kürze 10 000 Arbeiter nicht mehr da sein. Nicht wirklich erfreulich, sicher, aber letztendlich wohl unvermeidlich - zumindest wenn man die restlichen Jobs erhalten will. Wer schuld ist? Das böse Management natürlich. Die Gewerkschaften stehen bereits bereit, um Barrikaden zu errichten und den Ausnahmezustand zu proben. Aus der FTD erfährt man:
Die Arbeit in den drei deutschen Standorten solle vermutlich erst am Freitag wieder aufgenommen werden, teilte die Gewerkschaft IG Metall mit. "Sie haben die Schnauze voll", sagte ein Gewerkschaftssprecher.
Und voll haben die meisten immer wieder Schnauze von "Managementfehlern", wie man allerorts lesen kann. Doch allzu gerne wird vergessen, dass es da auch noch den ein oder anderen gibt, der zwar nicht direkt dem Airbus-Management zugerechnet werden kann, der es sich aber dennoch nicht verkneifen mag, quasi als "Nebenjob" noch einen Flugzeughersteller zu leiten. Namentlich wären da bspw. Herr Wulff oder Monsieur de Villepin
.

Ob die Führungsriege bei Airbus zu jedem Zeitpunkt aus der Créme de la Créme der Branche zusammengesetzt war möchte ich mal dahinstellen. Aber dass es für einen Großkonzern wie Airbus sehr schwierig, um nicht zu sagen unmöglich ist, angesichts transnationaler Fehden, marktgerecht zu agieren, das glaube ich, steht auch außer frage.